11.09.2026

Cartoons von Eberhard Dietzsch - "human-animalisch"

Ausstellung in der Stadt- und Regionalbibliothek Gera vom 11. September bis 22. Oktober 2026

Seit die Evolution ein Säugetier auf zwei Beine gestellt, es mit einer großen grauen Masse zwischen den Ohren versehen hat, welches sich selbst Mensch nennt und sich auch für etwas Besseres hält, gibt es den Vergleich zwischen Mensch und Tier. Vermeintlich gute und schlechte Eigenschaften werden gegenseitig aufeinander projiziert, meist die guten des Tieres auf den Menschen und die schlechten des Menschen auf das Tier. Antike Gottheiten hatten Tierköpfe auf Menschenkörpern (Anubis) und Tierkörper trugen Menschenköpfe (Zentaur). Allegorien, Metapher und Fabeln dienten oft der (mitunter lebensgefährlichen) versteckten oder offenen Gesellschaftskritik wie in George Orwells Animal Farm.

Eb konnte das alles, oft tiefgründig und nicht auf den ersten Blick erkennbar, mit allen Stilmitteln der Malerei, am häufigsten aber jedoch mit Tusche, Feder und einem Klecks Farbe, oft ohne Worte meisterhaft in Bilder umsetzen. Er holte sich seine Inspirationen durch Beobachtung des täglichen Lebens, so wie Günter Kerzigs Frösche in dessen Gartenteich oder einfach Frauchen und Herrchen mit Hund an der Leine, die Fliege an der Wand, Vögel auf der Stromleitung, das ewige Spiel von Katze und Maus (oder doch Maus und Katze).

Lachen, gruseln, freuen, ekeln, fremdschämen oder nihil – je nach Gemüt der Betrachtenden – alles ist möglich.








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